Rural Women in Urban Areas/Ländliche Frauen in Städtischen Gegenden
This is my first attempt to put up a bilingual blog entry, please don’t mind any mistakes!
English/Englisch:
There is so much talk about gender equality, empowerment of rural women, occuring problems in establishing equal opportunities and many more. To me, here at the UN, where everything comes together, so to speak of an international source, many seem to know how it has to work theoretically, but no one knows how to actually do it. Many of the lectures made me feel like they over-theorize everything.
At the parallel event by the Association of Schools of Social Work concerning Social Work with Rural Women: Psychosocial and Economic Empowerment my feeling kind of changed a bit. The speakers seemed to think less abstractly, but had more practical suggestions.
One topic was the migration of children and women to urban areas and the changes connected with this. A city promises a better infrastructure, more different possibilities to work and a wide range of public health care. On the other hand there are risks like higher crime rates, injuries caused by urban traffic and also the problem of social loneliness, which very often strikes persons who were used to have a place in their village’s community. Additionally, rural people usually tend to settle in less expensive areas. In these areas, problems are similar to rural regions: there are only few facilities for health, social interactions and education.
In many countries there are programs to give rural children the opportunity of school teaching. Especially girls are given an extra focus due to the usual preference of boys concerning educational matters.
In Bangladesh there are schools which are caring for hard-to-reach children:
-) 2.5 hours of education everyday; after that sending them back to their family’s work
-) Social workers collect books and give them to the working children
-) Homework help
-) Tutoring
-) Vocational skills
There are similar programs being established in Egypt and also in Romania, where there is a special focus on the ethnic group of the Roma.
Within the framework of the “Safe Cities for Girls” program in Ethiopia and China there are safe space centers being built, where girls and young women can meet like-minded people and build networks. They are getting life skills and vocational training, they are learning about trafficking and getting access and information on government resources. They are also getting a kind of a mentorship so that young rural girls don’t have to be all alone in a big city.
There are many more examples that we have heard today, but I think this is enough to get an overview.
German version/deutsche Version:
Es wird unglaublich viel geredet über Gender-Gleichheit, Bevollmächtigung bzw. Stärkung der Stellung von ländlichen Frauen, auftretende Probleme bei der Durchsetzung von Gleichberechtigung und vieles andere. Für mich wirkt es hier in der UN, wo alles zusammenkommt, an der internationalen Quelle sozusagen, so, als wüssten alle theoretisch, wie es funktioniert, aber praktisch hat keiner eine Ahnung. Bei vielen der Vorträge hatte ich dieses Gefühl der “Übertheoretisierung”.
Bei dem Vortrag der International Association of Schools of Social Work betreffend die soziale Arbeit mit ländlichen Frauen und deren psychosoziale Betreuung und wirtschaftliche Förderung hatte ich genau ein ein wenig anderes Gefühl. Die Vortragenden schienen weniger abstrakt zu denken, sie hatten konkretere Vorschläge.
Ein Thema war die Migration von Kindern und Frauen in urbane Gebiete und die damit verbundenen Umstellungen. Eine Stadt verspricht oft bessere Infrastruktur, mehr berufliche Möglichkeiten und ein vielfältigeres Gesundheitssystem. Auf der anderen Seite gibt es aber auch Risiken wie höhere Kriminalitätsraten, Verletzungen durch städtischen Verkehr und ein leichteres Abrutschen in soziale Einsamkeit, was vor allem Menschen betrifft, die Zeit ihres Lebens in der Gemeinschaft ihres Dorfes einen halbwegs festen Platz hatten. Was auch dazu kommt ist, dass Landflüchtige sich meistens in Bezirken niederlassen, in denen die Lebenserhaltungskosten niedriger sind. In genau diesen Gegenden aber sind dann die Probleme ähnlich denen auf dem Land: wenige, weit entfernte Bildungs,- Sozial,- und Gesundheitseinrichtungen.
In verschiedenen Ländern gibt es Programme, ländlichen Kindern die Möglichkeit zum Schulunterricht zu geben. Vor allem Mädchen stehen hier im Fokus, da sie aufgrund der Bevorzugung von Buben bei der Ausbildung oft durch den Rost fallen.
In Bangadesch gibt es Schulen, die sich speziell um Kinder aus den unteren Bevölkerungsschichten kümmern:
-) Zweieinhalb Stunden Unterricht am Tag, ab dann haben die Kinder wieder Zeit für familiäre Verpflichtungen.
-) Sozialarbeiter, die Bücher sammeln und sie den Kindern zum Lesen geben.
-) Hilfe bei Hausübungen
-) Einzelunterricht
-) Training in beruflichen Kompetenzen
Ähnliche Programme finden sich zum Beispiel auch in Ägypten und Rumänien, dort vor allem für die Roma.
Im Rahmen des “Safe Cities for Girls” – Programms in Äthiopien und China werden sichere Zentren eingerichtet, in denen Mädchen und junge Frauen Gleichgesinnte treffen und Netzwerke aufbauen können. Sie bekommen allgemeines Training wie zB Lesen und Schreiben, lernen über die Gefahren des Frauenhandels und bekommen Zugang und Informationen über staatliche Ressourcen. Des Weiteren bekommen sie eine Art Praxisanleitung, einen persönlichen Mentor in Form von Frauen, die ähnliche Vorgeschichten haben, damit sie nicht ganz auf sich gestellt in einer großen Stadt alleine unterwegs sein müssen.
Es gibt noch viele andere Beispiele, über die wir gehört haben, aber ich denke, für einen Überblick reicht es hier.

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